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Magazin / Buchclub

Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie

Joseph A. Schumpeter

Buchtitel:

Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie

Verlag:

UTB

Erscheinungsjahr:

2005 (8. Auflage)



Bereits 1942 wurde Schumpeters Buch „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie veröffentlicht“. Heute zählt es zu den Klassikern der politischen Ökonomie. Von dem Leser verlangt der Autor eine gewisse Vorkenntnis und auch das Interesse an der „Marxschen Lehre“ ist von Vorteil. Schumpeter selbst gibt im Vorwort den Rat, andernfalls die Kapitel eins bis vier zu überspringen. Teilweise stimmt Schumpeter mit den Vorstellungen von Marx überein, teilweise kritisiert und korrigiert er sie auch. 

Schumpeter stellt in seinem Werk die Theorie auf, dass sich der Kapitalismus zunehmend selbst abschafft und aus ihm schließlich der Sozialismus hervorgehen wird. Diese Entwicklung passiert in einem fließenden und kaum wahrnehmbaren Übergang. Als Grund dafür sieht er u.a. bürokratische Strukturen, in die der Kapitalismus aufgrund der entstehenden Großunternehmen gedrängt wird. In diesem Zusammenhang werden auch demokratische Politiker kritisiert, die ihre Politik nur im Interesse der Wiederwahl betreiben und somit die Wirtschaft hemmen. Letztendlich sieht er die Demokratie als einen reinen Mechanismus zum Machtaustausch. In dem letzten Teil des Buches geht Schumpeter auf „die klassische Lehre der Demokratie“ ein und entwickelt „eine andere Theorie der Demokratie“, um die beiden Formen in seiner Schlussfolgerung gegenüberzustellen.

Michael Gaubatz, Mitarbeiter bei Truscon, meint: „Der Autor stellt in seinem Buch teilweise provokante Thesen auf. Es ist zwar stellenweise nicht leicht zu lesen, allerdings ist es bemerkenswert, dass er einige Dinge teilweise richtig vorhergesehen hat.“

 

Zum Autor:

Prof. Dr. Joseph Alois Schumpeter lebte von 1883 bis 1950. Er gilt als einer der bedeutendsten Nationalökonomen des 20. Jahrhunderts. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien und lehrte später unter anderem an der Columbia-Universität in New York und an der  Havard-Universität in Cambridge.